Pressemitteilung 04.05.2016 (BiR_Eiskaltes Statement des Innensenators)

Eiskaltes Statement des Innensenators Andy Grote (SPD), befristete Verträge der Beschäftigten im Rettungsdienst (BiR) auslaufen zu lassen

Erst auf Nachfrage eines Redakteurs sprach Innensenator Andy Grote (SPD) die bevorstehende Entlassungswelle der Beschäftigten im Rettungsdienst an.
Von derzeit 170 BiR müssen in den nächsten Monaten bis zu 110 motivierte und gut ausgebildete Rettungsdienstmitarbeiter die Feuerwehr Hamburg verlassen, da ihre befristeten Arbeitsverträge auslaufen, obwohl bei der Einstellung eine unbefristete Übernahme signalisiert wurde.

Aus fachlicher sowie moralischer Sicht ist dieser dramatische Schritt hinsichtlich der steigenden Anzahl an Rettungsdiensteinsätzen, der zusätzlichen Indienststellungen neuer Rettungswagen und zukünftig geplanter Feuer- und Rettungswachen nicht nachvollziehbar. Es ist für uns unverständlich, wie die Stadt Hamburg die bevorstehende Pensionierungswelle der Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamten ab 2017 kompensieren möchte, da es offensichtlich ist, dass die eigenen Kräfte und Mittel nach den Ausführungen von Senator Grote nicht ausreichen werden.

Das derzeit beschäftigte Rettungsdienstpersonal bringt eine fachspezifische und zum Teil international anerkannte Aus- und Fortbildung sowie eine langjährige Berufserfahrung mit. Dadurch steigert sich die Qualität des Hamburger Rettungsdienstes und der notfallmedizinischen Versorgung der Hamburger Bürgerinnen und Bürger.

Senator Grote sollte jetzt die Chance nutzen, die motivierten und qualitativ hochwertigen Rettungsdienstmitarbeiter in seinen Reihen an die Stadt Hamburg und die Feuerwehr zu binden.

Gerade vor dem Hintergrund des Koalitionsvertrages von 2015, Seite 72, Abschnitt I, in dem es heißt: „Der Senat wird sich verstärkt für die Möglichkeit von Teilzeitausbildungen im öffentlichen Dienst einsetzen und dafür sorgen, dass befristete Arbeitsverträge die Ausnahme bilden und für eine Befristung strenge Regularien aufgestellt werden“.

Jetzt kann der Hamburger Senat auf seine Worte im gültigen Koalitionsvertrag Taten folgen lassen!

Der Vorstand